Umkleidezeit kann Arbeitszeit sein

Dies hat das Arbeitsgericht Oberhausen entschieden. Es käme insbesondere darauf an, ob es dem Arbeitnehmer zuzumuten sei, die Kleidung auf dem Heimweg noch zu tragen. Also ist maßgeblich, ob das Wechseln der Kleidung betrieblich veranlasst ist:

Ist ein Kfz-Mechaniker nach einer Betriebsvereinbarung zum Tragen von Dienstkleidung während der Arbeitszeit verpflichtet und sind die zu tragenden Kleidungsstücke auf Grund ihrer auffälligen Farbgebung oder/und dem Aufdruck des Namens der Arbeitgeberin deren Betrieb ohne Weiteres zuzuordnen, so ist das Tragen dieser Dienstkleidung als fremdnützig einzustufen. Das Tragen der Dienstkleidung ist dem Arbeitnehmer auf dem Heimweg nicht zumutbar, insbesondere dann, wenn die Kleidung öl- und fettverschmutzt ist und nach Diesel riecht. Die Zeit für den Wechsel der Dienstkleidung vor Antritt und nach Abschluss der eigentlichen Tätigkeit ist deshalb als Arbeitszeit zu vergüten.

ArbG Oberhausen, 04.03.2015, 3 Ca 1700/14

Umkleidezeit kann Arbeitszeit sein
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