Guter Glaube bei fehlender Geschäftsfähigkeit?

Kann der gute Glaube an eine Eintragung im Grundbuch über fehlende Geschäftsfähigkeit hinwegtäuschen? Diese Frage beantwortet das Oberlandesgericht Brandenburg wie folgt:

„Sofern der Kläger infolge Geschäftsunfähigkeit gemäß §§ 104 Nr. 2, 105 Abs. 1 BGB nicht wirksam über das Grundstück verfügen konnte, wäre das Grundbuch falsch. Ein gutgläubiger Erwerb des Beklagten wäre ausgeschlossen, da sich der öffentliche Glaube des Grundbuchs nicht auf die Geschäftsfähigkeit des eingetragenen Eigentümers bezieht. § 892 BGB schützt nicht vor sonstigen Mängeln, die der Wirksamkeit einer Verfügung entgegenstehen, wie etwa vor solchen rechtsgeschäftlicher Art.“

OLG Brandenburg, 12.11.2015 – 5 U 49/10

Guter Glaube bei fehlender Geschäftsfähigkeit?

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