Der Auffahrunfall beim Linksabbiegen

Zum Sachverhalt:

„Der Kläger befuhr am 16.07.2012 gegen 19:10 Uhr mit seinem Pkw Citroën C5, amtliches Kennzeichen DU- die Wacholderstraße in Fahrtrichtung Westen in Duisburg. Für diese Fahrtrichtung bestehen zwei Fahrstreifen. Bei dem linken Fahrstreifen handelt es sich um eine Linksabbiegerspur, die im weiteren Verlauf (ca. 42 m) mit der Düsseldorfer Straße kreuzt. Der Kläger ordnete sich auf der Linksabbiegerspur ein und beabsichtigte, noch einige Meter vor der Kreuzung in seine Grundstückseinfahrt nach links abzubiegen. Hinter ihm fuhr der Beklagte zu 1) mit seinem bei der Beklagten zu 2) haftpflichtversicherten Pkw Audi S3 mit dem amtlichen Kennzeichen OB- . Der Beklagte zu 1) wollte an der Kreuzung Wacholderstraße/Düsseldorfer Straße nach links in die Düsseldorfer Straße einbiegen. Auf dem Linksabbiegerstreifen fuhr der Beklagte zu 1) mit seinem Pkw auf denjenigen des Klägers auf. Einzelheiten hierzu sind streitig.“

Kernpunkt der Entscheidung:

Fährt ein Fahrzeug auf der Linksabbiegerspur auf ein zum Linksabbiegen eingeordnetes Fahrzeug auf, das einige Meter vor der Einmündung in eine Grundstückseinfahrt einbiegt, so trägt das auffahrende Fahrzeug die alleinige Haftung. Insbesondere streitet kein Anscheinsbeweis für ein Verschulden des Linksabbiegers, da ein solcher für die Konstellation des Auffahrunfalls eines nachfolgenden Fahrzeugs nicht zu rechtfertigen ist.“

Oberlandesgericht Düsseldorf, Urt. v. 26.06.2015, Az.: I-1 U 107/14

Der Auffahrunfall beim Linksabbiegen
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